Wie aus einem normalen Wohnmobil mein Smart WoMo wurde

Wie aus einem normalen Wohnmobil mein Smart WoMo wurde

Wenn ich heute in meinem Wohnmobil sitze, fühlt sich vieles einfach selbstverständlich an.

Das Licht passt, die Heizung läuft sinnvoll, ich habe jederzeit im Blick, was Energie und Gas machen. Aber so war das am Anfang definitiv nicht.

Eigentlich fing alles mit ein paar kleinen Dingen an, die mich ziemlich schnell gestört haben.

Der Anfang: Technik war schon immer mein Ding

Ich komme ursprünglich aus der Elektrotechnik. Ich habe eine Ausbildung als Elektriker gemacht, danach Elektrotechnik studiert und später als Softwareentwickler gearbeitet.

Dazu kommt, dass ich schon immer gerne mit Holz, Metall und Elektronik gearbeitet habe.

Als wir dann mit dem Wohnmobil unterwegs waren, war eigentlich klar: Wenn mich etwas stört, dann baue ich mir eine Lösung.

Die ersten Probleme im Wohnmobil

Die ersten Dinge, die mir aufgefallen sind, waren erstaunlich simpel.

Die Heizungssteuerung war umständlich und wenig flexibel. Und beim Licht gab es gefühlt nur zwei Zustände: entweder grelles Flutlicht oder komplett dunkel.

Gemütlich war das ehrlich gesagt nicht.

Der Moment, der alles verändert hat

Der eigentliche Auslöser kam dann bei einem Golf-Wochenende in Hamburg über Ostern (damals noch mit unserem ersten Wohnmobil).

Es gab einen Kälteeinbruch und mitten in der Nacht war plötzlich die Gasflasche leer. Ich stand also alleine bei schlechtem Wetter auf einem leeren Parkplatz und habe im Dunkeln die Flasche gewechselt.

Was mich aber noch mehr gestört hat: In den nächsten Tagen war ich ständig unsicher, ob das Gas überhaupt noch reicht.

Während der Golfrunde war ich gedanklich immer wieder beim Wohnmobil.

In dem Moment wurde mir klar: Ich brauche mehr Überblick und eigentlich auch die Möglichkeit, Dinge von unterwegs zu steuern.

Der erste Schritt: eine zentrale Lösung

Mir war schnell klar, dass ich nicht einfach einzelne Lösungen basteln will.

Ich wollte ein System, das alles zusammenführt und mit dem ich flexibel bleibe.

Deshalb habe ich mich direkt für Home Assistant entschieden und das Ganze auf einem Raspberry Pi mit SSD aufgesetzt.

  • offen für verschiedene Systeme
  • erweiterbar
  • individuell anpassbar

Damit hatte ich die Basis für alles, was später kam.

Der Punkt, an dem es Klick gemacht hat

Ein Erlebnis ist mir besonders im Kopf geblieben.

Wir saßen abends bei Freunden im Wohnmobil, ganz entspannt, und plötzlich bekomme ich eine Nachricht auf mein Handy: Die Gasflasche ist leer.

Ich konnte sofort reagieren und musste nicht Stunden später in ein kaltes Wohnmobil zurückkommen.

Das war genau der Moment, wo ich gemerkt habe: Das ist mehr als Spielerei. Das bringt echten Mehrwert.

Warum ich das Ganze überhaupt mache

Was mich daran am meisten reizt, ist die Kombination aus Handwerk und Programmierung.

Ich finde es spannend, komplette Lösungen zu bauen, nicht nur technisch, sondern so, dass sie im Alltag wirklich funktionieren.

Und vor allem: Dass sie am Ende so einfach sind, dass sie jeder bedienen kann.

Und was sagt das Umfeld dazu?

Am Anfang kam natürlich öfter die Frage: Wozu brauchst du das alles?

Aber je mehr Funktionen dazugekommen sind, desto klarer wurde der Nutzen.

Ein gutes Beispiel ist die Batterieanzeige. Früher sieht man einfach nur irgendeine Prozentzahl und hat trotzdem keine Ahnung, wie lange es noch reicht.

Heute sehe ich bei uns eine Hochrechnung, wie lange die Batterie beim aktuellen Verbrauch oder unter Berücksichtigung der Solarleistung noch hält.

Das ist plötzlich greifbar und macht im Alltag einen riesigen Unterschied.

Was daraus geworden ist

Was als kleine Optimierung angefangen hat, ist über die Zeit immer größer geworden.

Heute ist das Wohnmobil in vielen Bereichen vernetzt und automatisiert. Aber ehrlich gesagt: Vieles davon würde ich heute anders aufbauen.

Und genau darum geht es hier.

Das erwartet dich in den nächsten Artikeln

  • wie ich angefangen habe
  • welche Lösungen funktioniert haben
  • wo ich Fehler gemacht habe
  • und was sich im Alltag wirklich bewährt

Fazit

Der Einstieg in das Thema war kein großer Masterplan.

Es war einfach der Wunsch, Dinge besser zu machen.

Und genau daraus ist nach und nach ein System entstanden, das heute den Unterschied macht zwischen „funktioniert irgendwie“ und „fühlt sich richtig gut an“.